Land & Leute
Der Rio Paraguay, der das Gebiet in zwei Teile – Oriente und Gran Chaco – teilt, gab dem Land seinen Namen. Neben Bolivien ist Paraguay das zweite Binnenland Südamerikas. 1535 kamen die Spanier,
1537 wurde Asunción gegründet – Mittelpunkt der spanischen Kolonisation im La-Plata-Gebiet. Anfang des 17. Jahrhunderts begannen die Jesuiten, die Guarani-Indianer zu missionieren und kollidierten dann mit den Spaniern.
Obwohl sich die Spanier durchsetzten, ist der Einfluss der Jesuiten heute noch zu spüren. Die sogenannte Jesuitenstraße, die 370 km von Asunción über kleine Städte und Dörfer nach Encarnación am Paraná führt, ist heute eine Touristenattraktion. Zu sehen sind Bauten aus dem 17./18. Jahrhundert, als die Jesuiten hier große Missionsstationen unterhielten. Die Verbindung von spanischem Barock und indianischen Elementen hat sich in den Bauwerken und den kunsthandwerklichen Arbeiten niedergeschlagen, die Ausdruck der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Indianern und Europäern sind.
Der Großteil (ca. 95%) der Bevölkerung sind Mestizen, hinzu kommen die einheimischen Indianerstämme. Die größte Volksgruppe sind die Guarani. Viele Deutsche sind in den 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts nach Paraguay ausgewandert. [...]
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Birgit Rupprecht-Stroell
Paraguay: Stil und Etikette - Handbuch Paraguay
24 Seiten, Arbeitsmappe A4

